sometimes life is stranger than fiction
geSchichte.machen

Warum lesen wir Krimis?

Aus Blutlust.
Weil wir uns auf phanatasievolle Weise ums Leben gekommene Opfer als Menschen aus unserem Umfeld vorstellen, die wir nicht leiden können.

Emma liest Krimis, um abzuschalten. Alex schaut sich welche an, weil sein Leben langweilig ist und Aurelie schreibt sie, um ihr Leben aufregender zu machen.
In Krimis passieren Dinge, die uns von unserem Leben ablenken, weil solche Dinge in unserem Leben nicht passieren.

Deswegen wären wir vermutlich äußerst verwirrt, wenn wir herausfänden, dass wir uns selbst in einem Krimi befinden.


24.4.07 16:45


Madhouse Inc.

nach einer endlich beendeten Geschichte und im Angesicht meiner arbeitsintensiven Unikurse...versuche ich, mein erstes Buch zu schreiben.
Ich meine eins mit An-Verlag-Schicken, Absagen oder keine Antworten bekommen und Es-immer-wieder-versuchen... also, ein Buch, das nicht nur eine Handvoll Leute verstehen.

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Wissen Sie – die Hauptfigur weiß irgendwann alles besser.

Sie mag eine ganze Zeit lang im Dunkeln tappen, aber dann kommt der Moment, an dem alle vollkommen dumm dastehen, wohingegen der Arzt, Anwalt, Auserwählte oder Detektiv etwas total geniales sagt, was eigentlich selbstverständlich wäre, es aber in diesem Fall nicht ist, weil einfach kein anderer darauf kam.
Aufgrund dieser Ausnahmestellung ist die Hauptfigur ja die Hauptfigur. Aus diesem Amt resultiert zum Beispiel ein solch geistreicher Satz wie: 

   „Er ist tot!“

Am besten noch mit einem geziemten „Oh – mein – Gott!“ davor.

Diese Floskel fällt meistens, wenn außerdem eine in einer Blutlache liegende, reglose Person erwähnt wird. Sowohl Leser als auch Romanfiguren sollten in der Lage sein, daraus eine logische Schlussfolgerung zu ziehen, aber nur die Aussage der Hauptperson legitimiert den tatsächlichen, endgültigen, wahrhaftigen Tod der jeweiligen Person.

Oh, Drama.

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VeK für alex.451

18.4.07 15:52


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